Wie schnell ist das Internet ohne Telekom?

Schnelligkeit des Internet ohne Telekom

Lange Zeit galt die Telekom als unumstrittener Herrscher des Internets. Doch die Konkurrenz schläft nicht und so tummeln sich sehr viele Anbieter auf diesem Parkett. Eines ist jedoch klar – sie verfügen über ein sehr leistungsfähiges D-Netz, das vom D2-Netz von Vodafone sehr stark unter Druck gesetzt wird.

• Das D1-Netz der Telekom

Im Jahre 1992 wurde das erste digitale Mobilfunknetz von der Telekom ins Leben gerufen, das D1-Netz. Etwa zur gleichen Zeit richtet der Mannesmann Nachfolger Vodafone sein D2-Netz ein und sorgte für einen Konkurrenzdruck, der dem Verbraucher zugutekam. Der große Vorteil der Telekom besteht in dem gut ausgebauten Netz innerhalb Deutschlands. Nur bis auf sehr wenige Ausnahmen liefert der Konzern einen GMS Frequenzbereich von 900 Megaherz. Auch das leistungsstarke UMTS ist fast flächendeckend verfügbar. Die dritte Generation der Mobilfunkstandards soll bei der Telekom eine maximale Surfgeschwindigkeit für Smartphones von 42 Mbit/s erreichen. Doch oft wird das in der Realität nicht erreicht.

Im Jahre 2010 erweiterte die Telekom die Frequenz des D1-Netzes durch den Erwerb von LTE-Lizenzen. Derzeit wird noch kräftig ab Ausbau des LTE-Netzes gearbeitet. Immerhin werden mit einem LTE-Netz Datenraten von 300 Mbits/s erreicht. Öfters trat die Telekom als Testsieger hervor, wenn es um die bestausgebaute und stabilste Internetverbindung sowie um Mobilfunk geht.

• Andere Nutzer des D1-Netzes

Auch das Tochterunternehmen der Telekom, die Congstar, nutzt das D1-Netz für ihre Kunden, die gerne kostengünstig telefonieren und surfen wollen. Die günstigeren Verträge gehen allerdings auch zu Lasten der Geschwindigkeit, denn Congstar kann nur 14,4 Mbit/s anbieten und besitzt auch kein LTE.

Ob das D1 oder D2-Netz oder sogar das E-Netz benutzt werden kann, hängt bei Klarmobil vom jeweiligen Vertrag ab. Die maximale Internet Geschwindigkeit beträgt hier 7,2 Mbit/s, ebenfalls ohne LTE.

• Das D2-Netz von Vodafone

LTE

Der starke Konkurrent der Telekom heißt Vodafone und nutzt das D2-Netz. Das Unternehmen besitzt in ganz Deutschland zirka 20.000 Funkstationen und bewegt sich im Frequenzbereich von 900 Megaherz – also die gleiche Leistung wie Telekom. Auch bei diesem Konzern wird ständig an der Frequenzerweiterung gearbeitet. Das mobile Surfen im Internet liegt auch hier im Fokus der zukünftigen Frequenzbereiche. Mit dem ständigen Ausbau an LTE Leitungen will Vodafone seinen Kunden eine Downloadgeschwindigkeit von 100 bis 150 Mbit/s liefern.

• Andere Nutzer des D2-Netzes

Für einige Provider stellt Vodafone sein D2-Netz zur Verfügung. Zu den bekanntesten gehören 1&1, die Vodafone Zweitmarke Otelo und DeutschlandSIM. Vodafone lässt zwar einige Provider das D2-Netz nutzen – doch nur das Unternehmen selbst kann eine Geschwindigkeit von 100 Mbit/s anbieten. Bei 1&1 sind es nur 42,2 Mbit/s, das die Kunden erhalten. Dennoch sind es bei 1&1 höhere Geschwindigkeiten, wie bei den anderen Discountern.

• E1-Netz von E-Plus

Der private Betreiber E-Plus bietet seit 1994 seinen Kunden das E1-Netz an. Fast in ganz Deutschland stehen 19.000 GSM Basisstationen. Das Unternehmen kann Frequenzblöcke in den Bereichen von 1,8; 2,0 und 2,6 Gigaherz vorweisen. Erst im Jahre 2014 beteiligte sich das Unternehmen am LTE-Ausbau und dementsprechend ist die Verfügbarkeit derzeit noch sehr gering.

• Andere Nutzer des E1-Netzes

  • Base (7,2 Mbit/s)
  • Simyo (7,2 Mbit/s)
  • Blau (7,2 Mbit/s)
  • 1&1 (50 Mbit/s)

• E2-Netz von O2

Nach eigenen Aussagen besitzt O2 ein deutschlandweites Netz an GSM Standard mit 1800 Megaherz. Die Verfügbarkeit der UMTS-Standards ist fast so wie beim D-Netz. O2 besitzt weiterhin die HSPA Technik für höhere Geschwindigkeiten bei der mobilen Datenübertragung und setzt auch in Zukunft auf mehr LTE-Verfügbarkeit. O2 verspricht bis zu 50 Mbit/s, ebenso wie yourfone, die ebenfalls das E2-Netz nutzen. Beide bieten auch LTE an. Klarmobil kann 7,2 Mbit/s leisten, allerdings ohne LTE.

Das E-Netz hat noch Lücken im Netzausbau, das besonders in ländlichen Gebieten zu spüren ist. Auch die maximale Geschwindigkeit beim mobilen Internetsurfen ist noch geringer als beim D-Netz.

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